Am Zoigl sitzt man so richtig gemütlich zusammen. Jung und alt, Unternehmer und Arbeiter, Lehrling und Meister. Alles hat hier seine besondere Qualität: die Brotzeit zum guten Preis, die Atmosphäre, die Unterhaltung - und natürlich auch das Bier.

Das Original-Zoigl-Bier (der “echte Zoigl”, auch Kommunbraubier genannt) ist ein untergäriges, ungefiltertes Bier, das noch mit Holzfeuerung in Kommunbrauhäusern hergestellt wird. Nach dem Bayerischen Reinheitsgebot wird hierzu nur der beste Hopfen, Malz, Wasser und Hefe verwendet.

Ist der Brauvorgang abgeschlossen, kommt die Würze ins offene Kühlschiff, wo sie über Nacht ruht und auskühlt. Am nächsten Morgen wird sie in einem großen Fass heimgefahren und dort in den Gärbottich (“Kuafn”) gefüllt. Erst hier setzt man die Hefe zu, die den Zucker in Alkohol umwandelt.

Nach etwa zehn Tagen Gärungszeit wird das Zoiglbier in Tanks gefüllt, in denen es mehrere Wochen ausreifen muss. Ausgeschenkt wird es dann ungefiltert direkt vom Lagertank.

Bedingt durch die Holzfeuerung, das offene Kühlschiff, die Hopfenzugabe, die Lagerzeit und die eigene Rezeptur wird ein echter Zoigl von Sud zu Sud immer etwas anders schmecken.

Übrigens: da es früher keine ganzjährigen Kühlmöglichkeiten gab, war das Bierbrauen nur in der kalten Jahreszeit zwischen Michaeli (29. September) und Georgie (23. April) erlaubt.

Im Jahre 1854 waren auf dem Gebiet der heutigen Oberpfalz noch 75 Orte mit Kommunbrauereien erwähnt. Heute sind es nur noch fünf: Eslarn, Falkenberg, Mitterteich, Neuhaus und Windischeschenbach.

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